Synchronisierung der Gehirnhälften

Seit jeher haben Yogis abwechslungsweise durch jedes Nasenloch einzeln geatmet, aber es ist noch nicht lange her, dass es der Wissenschaft gelungen ist, dieses Rätsel zu entschlüsseln. In der Tat atmen die meisten Menschen im Ruhestand nur durch ein Nasenloch und das andere ist mehr oder weniger dicht verschlossen. Nach einiger Zeit, vielleicht nach einer oder zwei Stunden öffnet sich das verschlossene Nasenloch und das andere schließt sich. Es gibt jedoch auch Menschen, die chronisch einseitig atmen, was meist mit gewissen Beschwerdebildern wie zum Beispiel Depressionen einhergeht.

Der beschriebene Zustand der Atmungsorgane hängt mit der Arbeit der beiden Gehirnhälften und dadurch mit dem vegetativen Funktionszustand innerer Organe, wie zum Beispiel demjenigen der Verdauung zusammen. Tatsächlich harmonisieren die Yogis mit der so genannten „Wechselatmung“ die Aktivität der beiden Gehirnhälften und damit aller Organe ihres Körpers. Im Idealfall sind beide Seiten der Nase völlig offen und durchlässig und das Bewusstsein wird in diesem Moment kristallklar.