Atemtechniken des Yoga

Mit Atemarbeit die Funktionen des Organismus harmonisieren

Wer an Yoga denkt, assoziiert damit vielleicht eine harmonische, in sich ruhende die Fährnisse des Lebens gleichmütig betrachtende Persönlichkeit. Und als inmitten der Hektik des modernen Lebens stehende Menschen, mögen wir uns mit einer Prise Sehnsucht fragen, ob es nicht auch für uns Möglichkeiten gebe, etwas von diesem inneren Gleichgewicht und Frieden zu erleben.

Zeige mir wie Du atmest und ich sage Dir, wer Du bist.

Bereits aus unserer Alltagserfahrung wissen wir, dass starke Gemütszustände wie Angst, Erregung, Ärger, Wut, etc. zu einer speziellen Art zu atmen führen. Der Atem wird je nachdem schnell, flach, arrhythmisch oder gepresst. Die erste Regel des Yoga in Bezug auf die Atmung lautet deshalb „Gib das falsche Atemmuster auf!“. Denn dadurch, dass wir zu einer ruhigen, gleichmässigen Atmung zurückkehren wird sich auch der Gemütszustand innert sehr kurzer Zeit hin zur besonnenen Ruhe wandeln. Deshalb auch der populäre Ratschlag, in Stresssituationen dreimal tief durch zu atmen und erst dann auf den Stress zu reagieren.

Der fortgeschrittene Yoga Praktiker wird versuchen, gar nicht erst aus dem Gleichgewicht zu fallen und dies gelingt ihm, indem er permanent seine Aufmerksamkeit auf den Atem richtet, also beim Arbeiten, beim Essen, beim Gehen und schließlich bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens. Dieses Ideal zu erreichen, gelingt allerdings nur sehr wenigen Menschen und erfordert ein langes Training und einen insgesamt ruhigen Lebensstil. Wir können es und jedoch gegenwärtig halten, wenn wir uns im Folgenden mit einigen einfachen Übungen beschäftigen, die für jeden und jede ohne Schwierigkeit und mit großem Nutzen zu erlernen sind.